Lagern - Kommissionierlager

Das große ABC des Lagerns – Teil 1

Ob im Einzelhandel, im produzierenden Gewerbe, im Dienstleistungssektor und natürlich auch im privaten Bereich: Die Einlagerung von Waren, Gütern, Gegenständen oder Lebensmitteln sowie deren Umschlag und Versand verlangt ausgeklügelte Systeme der Staumöglichkeiten und eine moderne Logistik. Wo in Deutschland überall Sachen gelagert werden, erklärt unser Abc des Lagerns.

A wie Absatzlager

Bevor Waren in den Handel gehen und dann an den Mann gebracht werden – oder Zulieferer ihre Güter weiterverarbeitenden Betrieben aushändigen, lagert ein Produktionsbetrieb seine Fertigerzeugnisse oftmals zunächst in einem Absatzlager ein. Dort können Güter sortiert, (auf Vorrat) gesammelt und versandfertig gemacht werden. Schwankungen zwischen Produktion und Absatz werden ebenso aufgefangen. Zudem schützt das Unternehmen fertige Waren hier etwa vor Witterungseinflüssen.

A wie Auslieferungslager (Distributionszentrum)

Praktisch alle großen Einzelhandelsketten nutzen regionale Auslieferungslager, um mit ihren Produkten in ausreichenden Mengen pünktlich am richtigen Ort für die Verbraucher verfügbar zu sein. Meist haben Handelsbranchen (beispielsweise Food, Drogerie, Mode, Möbel oder Musik- und Unterhaltungselektronik) dazu an wichtigen Verkehrsknotenpunkten Distributionszentren aufgebaut. In Customer Distribution Center (Kundenvertriebszentrum) werden auch Waren für den E-Commerce gelagert und gehandelt.

B wie Beschaffungslager (Produktionslager)

Bevor das produzierende Gewerbe seine Güter überhaupt erzeugt – und nachher frisch fertiggestellt vom Fließband laufen lässt -, werden die zur Produktion notwendige Halbfertigwaren, Rohstoffe, Vorprodukte in einem Beschaffungslager angesammelt. Dabei kann es sich um ein zentrales Gesamtlager oder auch um mehrere rohstoffspezifische dezentrale Produktionslager handeln.

B wie Biolager

Bestimmte Bio-Artikel müssen – beispielsweise im Fulfillment Center – separiert von den anderen Artikeln gelagert werden. „Bei good-stock können wir ein Biolager problemlos in unserem Warenwirtschaftssystem mit dem entsprechenden Eintrag ‚bio‘ hinterlegen“, sagt Michael Kahn von der Nordkurier Logistik Berlin. Auf diese Weise würden die Güter nicht auf einen konventionellen Platz landen, sondern in einem gekennzeichneten Bio-Bereich.

B wie Blocklager

Blocklagersind insofern praktisch, als sie keine Regale oder sonstigen Vorrichtungen benötigen. Kisten oder Paletten werden in diesem Warenlager auf ebener Erde gestapelt. Diese Lagerung ist relativ günstig, hat aber den Nachteil, dass Güter, die als Letztes eingelagert werden, in aller Regel als Erstes wieder entnommen werden müssen.

Fulfillment-Center

C wie Container (siehe Self Storage Box)

D wie Durchlaufregalanlage

Durchlaufregale sind temporäre Lager und Transportmittel zugleich – und somit in der Fulfillment Logistik überaus praktisch, wie Logistikexperte Kahn von good-stock bestätigt. „Auf der einen Seite werden die Regale mit Kartons bestückt. Die Regalböden sind leicht schiefe Ebenen mit kleinen Rollen darunter, sodass die Pakete automatisch auf die andere Seite der Anlage rutschen, wo sie entnommen werden.“ Logistikmitarbeiter haben also einen Transportweg weniger, sie „kommen sich beim Be- und Entladen nicht in die Quere.“ Gut geeignet sind solche Systeme für das Kommissionieren von kleineren Gütern wie etwa Tonträgern.

E wie Endlager

Hochradioaktiver Abfall entsteht bei der Kernspaltung in Atomkraftwerken. Je nach Halbwertzeit von Substanzen wie z. B. Uran oder Plutonium kann Atommüll Millionen von Jahren strahlen. Bei seiner Endlagerung hat daher die dauerhafte Sicherheit oberste Priorität. Weltweit gibt es aktuell nur wenige Endlager: Russland etwa lagert hochradioaktive Abfälle in mehreren Tiefbohrlöchern, die USA nutzt dafür ein Salzbergwerk. Deutschland sucht derzeit nach einer solchen Lagerstätte (Infos: www.bge.de). Für schwachradioaktiven Müll entsteht übrigens noch in den zwanziger Jahren im ehemaligen Eisenerzbergwerk „Schacht Konrad“ in Salzgitter ein Endlager.  

E wie Ersatzteillager

Viele Heimwerker haben in der Garage oder Werkstatt einen stolzen Vorrat an Ersatzteilen. Professionelle Ersatzteillager kennt man am ehesten von Kfz-Werkstätten, wo die wichtigsten Teile für die Reparatur von Fahrzeugen zur Verfügung stehen. Zum Ärger von Kunden sind Ersatzteile in einigen Branchen, etwa nach langem Lebenszyklus eines Produktes, oft Mangelware. Als Alternative zu herkömmlichen Ersatzteilen oder kostenintensiven Neuanfertigungen trumpft derweil moderne Technik auf: Gerade bei Elektrogeräten können einzelne Teile mit einem 3D-Drucker „ausgedruckt“ werden, wie das Umweltbundesamt in einer Broschüre informiert (www.umweltbundesamt.de).

E wie Etagenlager

Wie der Name verrät, besteht ein Etagenlager aus Stockwerken. „In unserem Berliner Fulfillment Center haben wir sie sowohl als Durchlaufregalanlage als auch als Fachbodenreglanlage im Einsatz“, sagt Michael Kahn von good-stock. „Von den Flachbodenregalen haben wir auf jeder Etage unseres Kleinregallagers knapp 30 Stück in Benutzung“. Wie bei einem Wohnhaus müssen sämtliche Etagen den Kommissionierern zugänglich sein – bei good-stock durch Treppen und einen Lift.

F wie Fulfillment Center

Fulfillment ist eine moderne Logistikdienstleistung, die den Prozess von der Warenbestellung und -einlagerung bis hin zur Kommissionierung und Zustellung professionell abdeckt. Im boomenden Bereich des E-Commerce (Onlinehandels) bieten Lagerungs- und Versandspezialisten ihren Kunden sowohl im B2B- als auch im B2C-Bereich attraktive 360-Grad-Lösungen der Auftragsabwicklung im Fulfillment Center an. Übersetzt heißt Fulfillment dann auch „Erfüllung“ oder „Ausführung“ von Dienstleistungen und Kundenwünschen – möglichst umfassend, individuell und flexibel – in der Welt der Logistik.  

F wie Freilager

Nahezu jedes Autohaus verfügt über eine Fläche im Freien, auf der Neu- und/oder Gebrauchtwagen auf Kundschaft warten. Auch witterungsbeständiges Material wie Holz und Steine oder Schüttgüter wie Erde, Sand und Kies werden in Freilagern aufbewahrt. Im weiteren Sinne zählen auch Baumschulen, Gärtnereien oder klassische Schrottplätze zu dieser Lagerart. Mitunter handelt es sich um Güter, die eher weniger anfällig für Diebstahl sind. So wie das Heu beispielsweise, das nach der Ernte in Strohballen zum Trocknen auf dem Acker ruht, streng genommen ein Freilager ist.

F wie Flachlager

Für das Lagern von Waren, Gütern, Behältern, Paletten und Paketen werden üblicherweise zwei unterschiedliche Systeme verwendet – Etagenlager und Flachlager. Bei Letzterem werden die entsprechenden Fachbodenregale nicht übereinandergestapelt, sondern nebeneinander aufgestellt. Ein Blocklager wiederum, das ohne Regale auskommt, kann sowohl ein Flach- als auch Etagenlager sein.

G wie Gefahrgutlager

Grillanzünder, Treibstoffe, Farben, Verdünnungen, Batteriesäuren, Lösungsmittel – diese und andere Güter fallen unter das Gefahrgut. Aufgrund ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften stellen sie eine Gefährdung bei Einlagerung und Transport dar. Logistikunternehmen stellt das vor Herausforderungen. „Grillanzünder sind Brandbeschleuniger ohne Ende“, bestätigt Fulfillment-Profi Kahn. Auch Batterien oder winzige Knopfzellen in Uhren fallen oftmals unter Gefahrgut. „Wir haben eine Anfrage von einem Modeschmuck-Anbieter, zu dessen Sortiment Uhren gehören. Das müssen wir prüfen“, so Michael Kahn weiter. Denn Gefahrgut muss separat gelagert und als solches gekennzeichnet werden. Und „natürlich sind beim Versand umfangreiche Vorgaben zu beachten.“ Nicht jede Spedition transportiert laut Kahn solche Waren.

G wie Geräteschuppen (siehe Werkzeuglager)

Fulfillment-Center

H wie Hochregallager

Mittelgroße Hochregallager wie bei good-stock bieten eine Lagerflächen für viele Tausend Paletten. In diesen Regalen werden Waren der Kunden zunächst im großen Stil eingelagert. „Aus diesem Überlager, wie wir das Hochregallager nennen, wird unser Kommissionierlager nach Bedarf bestückt“, sagt Michael Kahn von der Nordkurier Logistik Berlin. „Sobald der Bestand so weit runtergefahren ist, dass neue Ware benötigt wird, löst unser Warenwirtschaftssystem im Überlager automatisch Nachschub aus.“ Dazu sind im Hochregallager gigantische Gabelstapler pausenlos im Einsatz.

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